Gemeinnützige Wildtierstation Hamburg errichtet bei Elmshorn im Kreis Pinneberg eine Wildtierauffangstation

Waschbär - Arbeit der Station besteht u. a. aus der Versorgung und Pflege von in Not geratenen Wildtieren und deren Wiederauswilderung -Symbolfoto: Hartmann Jenal
Hamburg – Die Suche hat ein Ende. Die gemeinnützige Wildtierstation Hamburg errichtet bei Elmshorn im Kreis Pinneberg eine Wildtierauffangstation. Auf dem 2,5 Hektar großen Gelände entsteht die größte zentrale Auffangstation für verletzte, verwaiste und hilflose Wildtiere an der Westküste Schleswig–Holsteins. Die Aufgaben der Station sind neben der Pflege und Wiederauswilderung der Wildtiere ein Schulungs- bzw. Informationszentrum zum Thema Wildtiere in der Stadt einzurichten. Christan Erdmann und Katharina Neeb, die beiden Initiatoren der Wildtierstation Hamburg sind überglücklich. Endlich können sie verletzte und verwaiste Wildtiere selber annehmen, versorgen und auf ihre Auswilderung vorbereiten. „Es ist ein schönes Gefühl, nach all den Steinen, die uns die Hamburger Behörden und Naturschutzverbände in den Weg gelegt haben, auf eine so positive Resonanz und Unterstützung aus Schleswig-Holstein zu treffen“, so Erdmann.
Anfang 2010 wurde die Wildtierstation Hamburg gGmbH gegründet. Katharina Neeb und Christian Erdmann bemühten sich seitdem um eine geeignete Fläche im Raum Hamburg.
„Rund 1000 Tiere werden pro Jahr von uns behandelt“, so Erdmann. „Da uns ein Freigelände fehlte, mussten wir ca. 500 Tiere in die 75 Kilometer entfernte Auffangstation nach Soltau bringen“. Eine zusätzliche Belastung für Mensch und Tier. Trotz dieser beträchtlichen Anzahl verletzter und verwaister Wildtiere haben Erdmann und Neeb keine Unterstützung durch die Hamburger Behörden erhalten.
Neeb und Erdmann fühlen sich in der Pinneberger Region herzlich willkommen. „Die zuständigen Fachbehörden wie Veterinäramt, Untere Naturschutzbehörde, örtlicher Bauausschuss sowie die Bürgermeisterin von Klein–Offenseth Sparrieshoop, Frau Petra Gebhardt, haben uns mit offenen Armen empfangen und uns signalisiert, dass wir eine Bereicherung für die Region seien“, so Neeb.
„Wir sind sehr froh, dass wir jetzt in Elmshorn unser Station aufbauen können“, sagt Erdmann. Der 49jährige arbeitet seit über 20 Jahren als Wildtierexperte und ist Initiator und Mitbegründer der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen und der Wildtierhilfe Lüneburger Heide e.V. „Gerade jetzt, wo unser Arbeitstag manchmal wirklich 24 Stunden hat, da der Frühling die Hochsaison für Rehkitze, Eichhörnchen etc. ist, freut es uns um so mehr, endlich auf eigenem Gelände agieren zu können“, sagt müde aber glücklich Katharina Neeb.
Die Wildtierstation Hamburg wurde als gemeinnützige Gesellschaft gegründet und ist derzeit mit Büro und Schulungsräumen ansässig in der Friedensallee 128 in Hamburg Bahrenfeld. Die Arbeit der Station besteht u. a. aus der Versorgung und Pflege von in Not geratenen Wildtieren und deren Wiederauswilderung. Des Weiteren bietet die Station Beratung, Schulung und Informationen zum Thema Wildtiere in Not an. Die Finanzierung der Tätigkeit erfolgt ausschließlich über Spenden.























































































