Kirchen wollen würdigen Abschied begleiten
Saarbrücken/Ensdorf – Die Glocken vieler saarländischer Kirchen werden zum Abschied vom Kohlebergbau im Saarland läuten. Mit einem Festakt und einer abendlichen Mettenschicht wird am 30. Juni auf dem Gelände der Grube Ensdorf das offizielle Bergbau-Ende im Saarland begangen. Zur Mettenschicht werden um 20.15 Uhr die Glocken vieler Kirchen im Saarland erklingen. Der Leiter des Katholischen Büros Saarland, Prälat Dr. Peter Prassel, und die beiden Superintendenten Christian Weyer (Kirchenkreis Saar-West) und Gerhard Koepke (Saar-Ost) laden die Kirchengemeinden zu diesem gemeinsamen Zeichen ein. In etlichen Gemeinden finden dazu auch Andachten statt.
Das Läuten der Kirchenglocken sei ein Symbol für Dankbarkeit und Solidarität, erklären die evangelischen und katholischen Kirchenvertreter. Die Glocken sollen einen würdigen Abschied vom Bergbau einläuten, der das Saarland geprägt habe wie keine andere Industriekultur. Das Läuten solle aber auch daran erinnern, die bergmännische Kultur der Zusammengehörigkeit und des Miteinanders über das Ende des Abbaus hinaus zu erhalten und zu pflegen. Nicht zuletzt wolle man ein „im ganzen Land hörbares Zeichen der Hoffnung auf Zukunft“ setzen
Beim offiziellen Bergbau-Ende auf dem Gelände des Bergwerks Saar in Ensdorf wirken auch hohe Vertreter der beiden großen Kirchen mit Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der Bischof von Speyer, wird am Festakt teilnehmen. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, Weihbischof Robert Brahm sowie Oberkirchenrätin Barbara Rudolph von der Evangelischen Kirche im Rheinland und Oberkirchenrat Gottfried Müller von der Protestantischen Kirche der Pfalz werden die Mettenschicht mit gestalten.




















































































