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Cartoons von Klaus Petereit

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Wie die Energiewende  von politischer Seite blockiert wird  und erste Eingeständnisse des Scheiterns laut werden?

Unser aller wertester Umweltminister Altmaier – Cartoon: Klaus Petereit

Kommentar von  Ute Schlumberger

Nach der Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima hallte es laut aus Berlin, dass nun die deutschen Atomkraftwerke stufenweise bis zum Jahr 2022 abgeschaltet werden würden. Der Energiebedarf soll dann vollständig ohne Atomstrom, also mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Mittlerweile zweifelt der Kanzlerin liebster Bundesumweltminister, Peter Altmaier, an der Energiewende und ist sogar der Meinung, dass das Projekt zu einem sozialen Problem eskalieren könne. Nach Altmeyer soll der Stromverbrauch bis zum Jahre 2020 um zehn Prozent gesenkt werden und Merkelchens Altmeyer räumt ein, dass bis dahin noch riesige Anstrengungen notwendig seien.

Des Weiteren zweifelt Merkels Umweltminister daran, ob die Zielvorgaben der Elektromibilität erreicht werden würden und ob 2020 genügend Elektroautos auf dem Markt sein würden. Mittlerweile nach einem Statement des Umweltministers im Focus, werden Fehler bei der geplanten Energiewende eingeräumt. Unter anderem mussten die Prognosen zur Strompreishöhe berichtigt werden und nicht jedem sei die Bedeutung der Energiewende deutlich gewesen.

Augenblicklich wird unseren politischen Amtsträgern deutlich, dass Fehler gemacht worden sind. Diese Fehler räumt nun auch Altmaier ein, der das Amt des Umweltministers im Mai übernommen hatte. Diese Fehler müsse man jetzt korrigieren. Des Weiteren warnte er vor sozialen Verwerfungen, indem nun soziale Probleme in Zusammenhang mit der Energiewende gebracht werden, da steigende Energiekosten bei der Ersetzung der Atomenergie durch erneuerbare Energien voraussehbar seien. In Blickrichtung auf den kommenden Winter schloss Altmaier nicht aus, dass es bereits letzten Winter zu Engpässen in der Stromversorgung kam und das dies auch in diesem Winter der Fall sein könne.

Dabei haben nach Bekanntgabe der Bundesnetzagentur; Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/strommarkt104.html , die Stromnetze bereits letzten Winter vor dem Zusammenbruch gestanden. Die Bundesnetzagentur geht dem Verdacht nach, dass Energiehändler aus Profitgier mit Notfallreserven gehandelt haben und die Notreserven dadurch nahezu aufgebraucht waren und das Netz deswegen kurz vor dem Blackout stand.

Nicht nur Altmaier, Nein auch Sigmar Gabriel (SPD) bestätigte die Feststellungen Altmaiers als reell und räumte ein, dass die schwarz-gelbe Regierung bisher vollständig versagt habe und befürwortet die Schaffung einer Agentur, die sodann an die Politiker Vorschläge unterbreitet, um die Energiewende zu vollziehen. Was darf denn solch eine Agentur kosten und wer trägt die Kosten? Der liebe Steuerzahler! Selbst Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin vertritt Altmaiers Äußerungen als Eingeständnis, dass das Ziel verfehlt sei. Ja, es handelt sich um denselben Trittin, der sich unter einer Käseglocke grüner Parteitage wie ein Walross bejubeln ließ und sich sodann zur Schlange entpuppte, als die realen Auseinandersetzungen mit der Nuklearindustrie anstanden. Dieser Trittin, der damals die Stillegungsverfügung für das Atomkraftwerk Biblis medienwirksam der Öffentlichkeit präsentierte und dann komplett vergaß, jene auch dem Nuklearkonzern RWE als Betreiber zuzustellen.

Hierbei handelt es sich um reine Versäumnisse, die nicht erst seit gestern, NEIN, bereits seit Jahren den Netzbetreibern und unseren politischen Führungsspitzen bekannt sind. Unsere Netze sind nicht erst seit dem Ausbau der Erneuerbaren überfordert sowie überaltert, sondern mindestens seit Mehr als 20 Jahren. Nun nutzen unsere Politiker die Chance der Minute und schieben den Netzausbau ganz bequem auf den Ausbau der Erneuerbaren.

Anstatt dem dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien (Energieproduktion – & versorgung vor Ort); werden Offshore Parks in der Nordsee errichtet, wobei Offshore weitaus Mehr bezuschusst wird als Onshore (dezentral). Bis jetzt sind noch nicht einmal der Großteil der Leitungen der bereits installierten Offshore Windkrafträder an Land verlegt, um den Strom der bereits jetzt dort produziert wird, an Land zu liefern. Sodann sollen km-lange Leitungen vom Norden in den Süden Deutschlands verlegt werden; das wird viel Geld kosten – somit ist die Aussage der Politiker und Betreiber korrekt, dass die erneuerbaren Energien teurer werden. Dabei wäre die Lösung des dezentralen Ausbaus der Erneuerbaren weitaus kostengünstiger. Des Weiteren werden die Kosten für den Ausbau der Netze ganz bequem auf den Ausbau der Erneuerbaren gedrückt – wobei die Netze bereits seit Jahren veraltet und überfordert sind. Jedoch hat der Umbau der Stromversorgung nicht erst mit der Reaktorkatastrophe in Japan und dem folglichen Ausstiegsszenario begonnen, sondern wurde bereits 1990 eingeleitet. Damals wurde durch diverse Kommissionen und verschiedener wissenschaftlichen Studien aufgezeigt, dass es Wege in eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne Atomkraftwerke geben kann.

Der momentane Herstellungspreis der Offshore Parks ist mit 15,2 Cent pro KW noch sehr hoch (was wiederrum die höheren Subventionsanteile ausmachen) und soll bis 2050 auf 4,9 Cent / KW fallen. Der Start der Offshore Windkraft sorgt für Probleme und läuft langsamer als geplant – Grund sind die technischen Probleme.

Zum Vergleich ist der Herstellungspreis der Onshore Windkraft seit letztem Jahr bei 8,5 Cent pro KW und kann bereits 2025 bei 4,7 Cent pro KW liegen.

Das hier die Warnung vor sozialen Verwerfungen ausgesprochen – ja sogar von politischer Seite gefördert wird, ist sodann wohl damit in der Art und Weise in Zusammenhang zu bringen, wie der Ausbau der Erneuerbaren gehandhabt wird. Anstatt der Aussage, dass der Stromverbrauch bis zum Jahre 2020 um zehn Prozent gesenkt werden soll, sollte Altmaier lieber unsere BürgerInnen erklären, wie und welche Maßnahmen jeder zur Energieeinsparung ergreifen kann und sich für den dezentralen Ausbau Erneuerbarer Energien engagieren. Gerade die Informationen an den Endverbraucher werden nicht mitgeteilt und ebenso nicht, wie beispielsweise in privaten Haushalten durch energieeffiziente Geräte und Leuchtmittel und einem optimiertem Nutzerverhalten der Stromverbrauch bis zu 25 Prozent gesenkt werden kann. Andererseits um die sozialen Verwerfungen zu vermeiden, wäre es an dem Umweltminister, dass die Herstellungskosten und der Verkauf der energieeffizienten Geräte für alle finanziell bezahlbar werden. Andererseits werden gerade in der Industrie unendliche Massen an Energien verbraucht und von der politischen Seite wurden bisher weder Gespräche mit der Großindustrie geführt, noch die Industrie dazu sensibilisiert, dass jene ebenso ihren Beitrag zur Energieeinsparung leisten muss.

Nach Altmaiers Logik, sei bis jetzt unklar, dass bis 2020 genügend Elektroautos auf dem Markt seien. Selbst wenn die Zielvorgaben der Elektromibilität erreicht werden sollten, muss doch gesetzlich erst einmal garantiert sein, dass die Elektroautos nicht mit Atomstrom, sondern mit Erneuerbaren gespeist werden. Andererseits hat man im Falle, das die Erneuerbaren bis 2022 ungenügend ausgebaut wurden, sodann das Argument, dass die Atomkraftwerke nicht abgeschaltet werden können, da bis dahin die Anzahl der Elektroautos derartig hoch ist. Des Weiteren ist bis jetzt gesetzlich nicht geregelt, dass Erneuerbare vorrangig gegenüber dem Atomstrom ins Netz gespeist werden.

Anstatt dass Angies wertester Umweltminister Altmaier oder SPD’s Sigmar Gabriel respektiv die mittlerweil gehäutete Schlange der Grünen, Trittin – Fehler einräumen, hätten doch alle besser von Versäumnissen zu reden. Hier geht wieder einmal deutlich hervor, wie die Energiewende verschoben und geschoben werden soll und das die Bürgerinnen und Bürger mit Lug und Trug manipuliert werden sollen

Deswegen liegt es in unser aller Entscheidung und Macht, ob wir als Konsument weiterhin die vier großen Energiekonzerne RWE, E.oN Vattenfall und EnBW mit unseren Geldern und den politischen Entscheidungsträgern fördern oder den Atom – und Kohlekonzernen die Rote Karte zeigen. Den Stromanbieter kann jeder wechseln! Deswegen Empfehlen wir die vier echten Ökostrom-Anbieter: EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom. Weitere Informationen sind bei der Initiative www.atomausstieg-selber-machen.de  erhältlich.

Ute Schlumpberger ist Gründerin und Sprecherin der Bürgerinitiative Cattenom Non Merci – http://www.cattenom-non-merci.de/

1 Kommentar zu „Die Fragwürdigkeit der Energiewende auf politischer Ebene – Oder die Manipulation der Energiewende“

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  • hms sagt:

    Aus dem Buch: Das Ende des Geldes von Dr. Hörmann:
    Durch die Tilgung der Bankkredite und den Wegfall der Zinszahlungen sowie den Umstand, dass das Kraftwerk inzwischen voll abgeschrieben ist, und daher auch keine Abschreibungen mehr anfallen, ist der Gewinn, bei gleichbleibendem Personalaufwand, von 25 GE plötzlich auf 90 GE gestiegen, d.h. er hat sich um den Faktor 3,6 erhöht. Durch den Wegfall der Abschreibungen und Kredittilgungen, den beiden Posten die rechnerisch zwischen Gewinn und Cash Flow liegen, entspricht nun der Cash Flow dem Gewinn, er hat sich also von 45 GE auf ebenfalls 90 GE erhöht, d.h. verdoppelt. Genau dies ist der wahre wirtschaftliche Grund für die Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke – die höchsten Gewinne werden mit abgeschriebenen Kraftwerken erzielt, jedoch mit dem höchsten Unfallrisiko zu Lasten der Bevölkerung!
    unter: http://ddp-partei.de/seppartei/ehrenvorsitzende/item/dr-franz-hoermann
    Seite 96

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