Zur Not tut es für die Saar-Linke auch der Hungerlohn von 8.50 Euro brutto – Partei macht sich zum Helfershelfer der Lohndrücker und Ausbeuter
Von Claude Michael Jung
Der Landesvorsitzende der Saar-Linken, Rolf Linsler könnte durchaus den „Rosstäuscher Award 2012“ gewinnen. Linsler fordert mal wieder die CDU-SPD Landesregierung auf, schnellstens ein echtes Tariftreuegesetz vorzulegen. Dabei scheut sich der ex verdi-Chef nicht den Sozis und Gewerkschaften in den Hintern zu klettern und sich notfalls mit einem Hungerlohn von 8.50 Euro zufrieden zu geben. „Wir sind für einen Mindestlohn von zehn Euro die Stunde, deshalb würden wir diese Untergrenze auf zehn Euro festlegen. Aber auch 8,50 Euro wären zumindest ein Anfang“, so der linke Obergauckler in seiner neuesten Epistel. Dabei verschweigt der Vertraute von Oskar Lafontaine, dass der geforderte Mindestlohn, egal ob 8.50 Euro, oder 10.00 Euro ein Bruttolohn ist, für den Sozialabgaben, Kirchensteuer, sowie die Zwangsabgabe für die Arbeitskammer fällig werden.
Fazit: Die Saar-Linke ist bereit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zum Mindestlohn schuften auch noch als Aufstocker auf das menschenverachtende Hartz IV-Karussell zu schicken. Bravo, so macht sich die „Partei der sozialen Gerechtigkeit“ zum Helfershelfer der Lohndrücker und Ausbeuter. Für DIE LINKE wird es Zeit die Notbremse zu ziehen.
Zur Meldung der Linken:
DIE LINKE.Saar
Rolf Linsler: Land braucht schnellstens ein neues Tariftreuegesetz
Der Landesvorsitzende der Saar-Linken, Rolf Linsler, fordert die Landesregierung auf, schnellstens ein echtes Tariftreuegesetz vorzulegen. “In ihrer Regierungserklärung am 16. Mai hat Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer den Abgeordneten noch versprochen: ‘Eine entsprechende Initiative werden die Regierungsfraktionen noch vor der Sommerpause in den Landtag einbringen.’ Die Sommerpause hat längst begonnen, doch bekanntlich ist nichts passiert – nur dass sich gelegentlich der Wirtschaftsminister Maas zu Wort meldet und vollmundig ein solches Tariftreuegesetz ankündigt. Die Saarländerinnen und Saarländer lassen sich aber nicht für dumm verkaufen. In mehreren Kommunen, wie im Kreis Neunkirchen oder Saarlouis, gibt es inzwischen eine Tariftreue-Regelung oder es wird daran gearbeitet. In der Landeshauptstadt Saarbrücken hat der Stadtrat beschlossen, dass sobald das Land ein neues Gesetz verabschiedet hat, diese Regelegung schnellstens auch für die Stadt umgesetzt wird. Das Land ist am Zug und muss endlich handeln.“ Linsler erinnert daran, dass im Saarland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 12 Prozent der Beschäftigten zu Stundenlöhnen unter 8,50 Euro arbeiten müssen – einen höheren Anteil gibt es in keinem anderen westlichen Bundesland. “Der Druck ist groß, der Bedarf für eine wirksame Tariftreue-Regelung ist da. Wir müssen Arbeitgebern, die ihre Beschäftigten auspressen und mit Hungerlöhnen
abspeisen wollen, endlich den Kampf ansagen.“ Wirksam sei ein Tariftreuegesetz allerdings nur, wenn die Höhe des Auftragswertes deutlich gesenkt werde und als Maßstab für tarifgerechte Bezahlung nicht länger irgendein Tarifvertrag gelte – und im Zweifelsfall der mit den niedrigsten Abschlüssen – sondern ein repräsentativer oder aber eine verbindliche Lohn-Untergrenze. “Wir sind für einen Mindestlohn von zehn Euro die Stunde, deshalb würden wir diese Untergrenze auf zehn Euro festlegen“, so Linsler. “Aber auch 8,50 Euro wären zumindest ein Anfang.“
1 Kommentar zu „Kommentar – Saarland braucht schnellstens ein neues Tariftreuegesetz“
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Sie fahren im Auto und die Ölkontroll-Lampe geht an… Sie nehmen den Verbandskasten raus und kleben die Lampe einfach mit einem schicken Pflaster zu.
Aus den Augen aus dem Sinn…. und fahren weiter..
Irgendwann bleibt die Karre liegen.. das erleben Sie gerade jetzt mit unserer Wirtschaft.
Genau so handeln die etablierten Parteien. Sie wollen (dürfen) einfach Ursache und Wirkung nicht erkennen.
Die über 50 Jahre anhaltende Rationalisierung/Modernisierung mit modernsten Computern/Robotern zeigt schon lange ihre Wirkung.
Die Arbeit wird knapp. Vollautomaische Produktionsstätten produzieren rund um die Uhr fast ohne Personal….
Eigentlich ein Segen für die Menschheit! Leider kassieren diesen enormen Nutzen die Aktionäre/Globelplayer/Investoren > Super-Reiche ein > weltweit!
Die Gesellschaft geht leer aus. Da hilft auch kein Mindestlohn was. Das Heer der Arbeitslosen wird ständig größer. Da helfen auch die Manipulationen der Statistiken nichts.
Es hilft nur noch ein radikaler Systemwechsel.
Bandbreitenmodell oder ein bedingungsloses Grundeinkommen, egal wie Sie es nennen, ist eine vorrübergehende Lösung – weltweit.
Die beiden Videos zeigen die Probleme/Lösung:
Die Krise der Arbeitsgesellschaft:
http://www.youtube.com/watch?v=wZWPK81oYec
Doktorarbeit Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens A.Presse
http://www.youtube.com/watch?v=jK9OSIRmKPw
und
http://tv-orange.de/2012/05/doktorarbeit-finanzierung-des-bedingungslosen-grundeinkommens-a-presse/
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http://www.ddp-deutschland.de