Völklinger Stadtteil soll jetzt nach dem Größten Saarländer aller Zeiten benannt werden
Von Rachildis Freifrau von Droste-Wütherich
Die Hermann-Röchling-Höhe in Völklingen, benannt nach einem verurteilten Kriegsvebrecher, beschert den Völklingern in den letzten Monaten so einigen Ärger. Die Stadt ist ideologisch geteilt, vorläufig noch ohne trennenden Mauerbau, aber es geht recht hefig zur Sache. Die Frage, ob der Stadtteil weiter nach einem Kriegsverbrecher benannt bleiben soll oder nicht, erregt die Gemüter. Neue Namen kamen bereits ins Spiel und wurden wieder verworfen. Aber Oberbürgermeister Klaus Lorig und seine stramm rechte CDU steht in Treue fest zu ihrem Kriegsverbrecher. Eine Bürgerinitiative will die Rückbenennung des Stadtteils in Bouser Höhe durchsetzen, und eine stetig wachsende Fangemeinde von Elvis Presley will den Stadtteil nach dem “King of Rock ’n’ Roll” benennen. Auch die Namen von Michael Jackson, Donald Duck und weiterer berühmter Künstler waren bereits im Gespräch. Sogar die höchste Kulturinstanz, Professor Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor und Leiter der Geschäftsführung des Weltkulturerbes Völklinger Hütte und weiterer Einrichtungen der saarländischen Hochkultur, ist jetzt ins Gerede gekommen. Grewenig liegt derzeit unter schwerem Dauerfeuer der kulturpolitischen Haubitze der Saar-Linken, Lothar Schnitzler. (wir berichteten: http://www.saarkurier-online.de/?p=73630 ).
Nun wurde das einzige Think Thank des Saarlandes, die Saarländische Sommerlochakademie, damit beauftragt, dem unwürdigen Spielchen ein Ende zu bereiten und quasi par Ordre du Mufti eine endgültige Entscheidung über die Namensgebung des Stadtteils zu finden. Rasch war klar, dass für die Namensgebung nur der größte Saarländer aller Zeiten in Frage kommt. Zwischen Erich Honecker und dem allseits hoch beliebten ehemaligen Landesfürsten Peter Müller musste die schwierige Entscheidung fallen. Lange quoll schwarzer Rauch aus dem roten Schornstein der Saar-Sommerlochakademie. Erich Honecker hatte anfangs gute Chancen. Schließlich war der Wiebelskircher Bergarbeitersohn Herr von 17 Millionen Ossis und Peter Müller lediglich der Quälgeist von rund einer Million Saarländer. Also ein klarer Vorteil für den ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR. Jedoch so langsam neigte sich die Waage der Gerechtigkeit Peter dem Großen zu. Eppelborn siegte gegen Wiebelskirchen. Die Verdienste Peter Müllers wogen schwerer als die Honeckers. Immerhin war Müller in seiner langen Ära Deutscher Bierbotschafter und beliebtester Ministerpräsident der Bundesrepublik Deutschland. Weltmeisterliches leistete er bei Grillfesten des Landes, solange kein Gasgrill im eigenen Garten ins Spiel kam. Sogar die Sozis leckten Peter Müller die schwarzen Füße.
Nach einem zweitägigen Sitzungsmarathon verkündete der Herold der Saar-Sommerlochakademie schließlich das einstimmige Ergebnis: “Die “Hermann-Röchling-Höhe” wird unverzüglich in “Peter Müller-Alm” umbenannt”!. Als das Ergebnis bekannt wurde, lagen sich die Völklinger auf offener Straße in den Armen. Glockengeläut war bis nach Saarbrücken zu hören. “Salve Peter” wurde skandiert. Sogar CDU- Oberbürgermeister Lorig und seine rechten Truppen feierten das Ergebnis der saarländischen Denkfabrik. Die Völklinger CDU plant sogar, auf der “Peter- Müller-Alm” einen Triumpbogen für den ehemaligen Saarfürsten erbauen zu lassen, falls noch ein paar Cent in der Stadtkasse zu finden sind.
Völklingen ist gerettet. Das verbale Gemetzel um den zukünftigen Namen des Stadtteils ist glücklich beendet, vorlaüfig wenigstens. (Das war Saartire)




















































































